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Tipps fürs erfolgreiche Onlinedaten

Machen wir uns nichts vor Gemeinde, ihr lest den Blog eines Online-Datingportals – ihr habt euch alle schon mal Gedanken zum Thema gemacht. Der eine mehr, der andere weniger. Der eine mehr, der andere weniger selbstkritisch. Was alle gemeinsam haben: Man sucht online, und hofft auf Erfolg.


Wir machen uns Gedanken über unsere Wünsche, aber auch über unsere Außenwirkung. Das tun wir allerspätestens bei der Anmeldung und dem was folgt, nämlich dem einrichten eines eigenen Profils.

Und man kennt das Problem, den Zwiespalt: Man will und soll sich nicht verstellen, aber es liegt in der Natur der Sache, dass nicht jeder ein superspannendes Leben führt und mit perfekten Fotos an den schönsten Orten der Welt angeben kann um zu zeigen, was für ein toller Hecht er ist. Was also tun?


Und oft reißen Singles auf der Suche sich sprichwörtlich ein Bein aus, um gesehen zu werden. Es herrscht der Irrglaube, man müsse „sich nur mehr anstrengen“, man müsse auffallen um jeden Preis. Und weil Entspannung in allen Bereichen des Lebens ein sehr guter Ratschlag ist, gilt auch hier: Weniger ist mehr. Es gilt: Qualität vor Quantität.



Jetzt würden wir uns natürlich schon selbst in die Tasche lügen, wenn wir sagen würden, dass ein gut ausgefülltes Profil mit Infos und Fotos uns nicht mehr locken würde als eins mit 2 Worten, ohne Profilfoto, nackig und ohne alles. Aber es ist wie so oft ein schmaler Grat zwischen „ausgefüllt und anregend-informativ“ und „überladen“. Man muss da nicht seinen ganzen Lebenslauf mit allen beruflichen Auslandsaufenthalten, jede Party und jeden Urlaub in fernen Länden erwähnen. In voller Blüte ist das (noch) nicht interessant – und es wirkt auch ein bisschen über-mitteilsam. Und je nachdem, was gezeigt wird, auch eventuell etwas protzig. 😉 Zudem ist es für das Gegenüber eine riesengroße Wand an Informationen, aus denen es zu filtern gilt, was relevant ist und wo man ansetzen kann. Wie soll ich mich so jemandem nähern, auf welches seiner 1000 Hobbies und Urlaubsziele soll ich ihn ansprechen? Von potenziellen Missverständnissen ganz abgesehen.


Nett wie wir sind, gibt’s ein Beispiel: Paul schreibt in seinem Profil, er geht gerne wandern, macht große Radtouren, im Sommer schwimmt er, er geht 4x die Woche laufen und genauso oft ins Fitnessstudio. Lisa, die ansonsten einige Interessen und Ansichten mit ihm teilt, denkt: „Cooler Typ. Aber mit so einer Sportskanone, die jede freie Minute in Bewegung ist, kann ich nicht mithalten.“ Also schreibt sie ihm nicht – obwohl es ein Match gewesen wäre, denn auch Paul hat nach Feierabend mal den Kanal voll und will nur noch aufs Sofa und Pizza essen. Schreibt er aber nirgends. Was passiert? Nichts passiert. Denn Lisa wird weiterscrollen und keine Mail versenden an Paul.

Was hätte er also besser machen können? Zum Beispiel einfach mal sagen, dass man auch nicht der zweite bisher unentdeckte und noch muskulös-sportliche Dwayne The Rock ist, sondern -siehe oben- ein normaler Typ, der gern in der Natur ist und sich bewegt, aber auch keine unbequeme Couch hat – sondern sie auch gern mal nutzt: „Ich mache sehr gerne Sport, lasse mich aber auch jederzeit gern von dir auf die Couch ziehen“. Schon charmanter, gell?

Es hilft, sich selbst in die Perspektive des Gegenübers zu versetzen. Sich selbst fragen: Worauf springe ICH bei anderen Profilen an? Was schreckt mich ab? Welche Details sind anfangs uninteressant oder gar tabu? Es geht nicht darum, eine perfekte Version von sich selbst zu kreieren – dafür sind manche von uns bei Instagram, wo das ganze Jahr Urlaub ist. Und wenn es zu einem Treffen kommt, dämmert dem Anderen eh, wenn man sich deutlich aufgehübscht hat. Und ums Treffen geht es doch, oder?

Auch die Nachrichten sind nicht immer ein einfaches Pflaster. Es gibt nun mal für uns alle einen Alltag, und zwischen all diesen Dingen und Verpflichtungen gilt es dann noch, sich um ein Postfach zu kümmern. Auch das kann schnell von Freude in Freizeitstress kippen. Wer eine lange Nachricht bekommt, möchte natürlich selbst nicht mit einem Einzeiler antworten. Also verschiebt man die Antwort auf den nächsten Tag. Nochmal auf den nächsten. Bis irgendwann ein vorwurfsvolles „Huhu? Wieso antwortest du denn nicht“ eintrudelt. Wer noch nie Probleme mit langen Mails hatte, der kann natürlich entsprechend ausschweifend antworten und sich seinerseits wieder auf die Antwort freuen. Wer sich lieber kurz fasst, sollte dies seinem Gegenüber taktvoll mitteilen. Sag ihm/ihr ehrlich, du bist derzeit sehr eingespannt, hast aber gerne Kontakt und magst deshalb lieber kürzere Mails mit entsprechend längerer Wartezeit. Und wer weiß, vielleicht ging es dem anderen auch so und er hat es nur gemacht, um nicht desinteressiert und kurz angebunden zu wirken? 😉


Oder aber, die letzte Möglichkeit, DU bist von euch beiden der Romanschreiber und wartest danach tagelang auf eine Antwort, die dann auch noch kürzer ist als deine? Dann wäre das der Moment, ein wenig zurückzufahren. Mach also nicht den Fehler, dir noch mehr Mühe zu geben und eine NOCH längere Nachricht hinterherzuschieben.

Manch einer gerät einfach unter den Stress, den er sich selbst einbrockt: Durch zu viele Kontakte. Wer natürlich viele Kontakte parallel „pflegt“, der wird naturgemäß kürzer schreiben (müssen). Es gibt natürlich auch die, die 50 Eisen im Feuer haben und trotzdem überall Romane schreiben, das wird ohne Einsatz der Copy&Paste Funktion aber wohl die Ausnahme darstellen.

Es kommen 0815, kurze, oberflächliche Antworten, die einem das Gefühl geben, man kommt nicht vorwärts? Das wird meistens wohl exakt diesen Grund haben. Man bleibt oberflächlich, aus Angst, auch mal Dinge durcheinander zu bringen: „Mist, war Maike jetzt die mit dem Pony oder war das Anna? Und hatte Anna nicht einen Hund? Wer hat Donnerstags Handballtraining und wem muss ich nochmal Glück wünschen für seine Prüfung?“ Ihr seht… Da gerät man schnell an seine Grenzen 😉


Durch diese Oberflächlichkeit, bleibt natürlich alles, was zu Sympathie oder Neugier führt, auf der Strecke. Und wieso sollte man ohne Neugier aufeinander einen Kaffee trinken gehen?

Wer viel schreibt oder möglichst viel Inhalt in eine Mail macht dich nicht automatisch interessanter oder sympathischer, sondern wirkt schnell wie Abfertigung, um auf den Punkt zu kommen.

Und auch wer mit 100 Leuten schreibt, wird wohl nicht schneller fündig.

Wie also zu Anfang schon erwähnt: Qualität vor Quantität. 😊


Wie sind eure Erfahrungen? Haben euch diese Tipps geholfen oder haben wir etwas vergessen? Jeder Kommentar, der veröffentlicht werden kann, gewinnt Coins. Bitte dafür im City direkt dem Support schreiben


Ein tolles Dating - Wochenende wünschen wir euch!

Euer City Team




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