Geschlechter - Klischees beim Dating
- Team City
- 2. Apr. 2022
- 3 Min. Lesezeit
Neue Woche, neues Glück, neues Thema. Heute widmen wir uns mal dem Thema der Geschlechterklischees – beim Dating!
Jetzt mögen locker 50% sagen, dass sie da niemals in Klischees denken, aber wir haben ein paar Beispiele für euch, in denen man sich vielleicht wieder erkennt und wir schauen, was es damit auf sich hat und vor allem auch, wie zukunftstauglich solche Klischees sind. Denn wie wir wissen, in jedem Klischee steckt eben auch ein Fünkchen Wahrheit 😉
Man lernt sich kennen, sei es online oder an der berühmten Käsetheke und macht sich was aus. Ein Date solls sein. Ob ungezwungen-casual oder was nobleres beim Edelitaliener mit Kerzenschein und Rotwein für ein halbes Monatsgehalt: So oder so, wir wollen überzeugen und einen starken ersten Eindruck hinterlassen.
Als Autorin dieses Artikels plaudere ich mal aus dem Nähkästchen und lege das erste Klischee vor:
Zu damaligen Singlezeiten endete einmal ein bis dahin sehr nettes Date, weil ich bezahlen wollte. Also, nicht nur für mich selbst, sondern für beide. Auch für ihn. Da brach ein Weltbild auseinander, während ich es nicht mal „nett meinte“, sondern mir einfach gar keine Gedanken gemacht hatte. Ich war gut drauf, ich mochte ihn, es war ein schöner Abend. Und ich dachte, beim nächsten Date (was ich bis dahin fest eingeplant hatte) zahlt halt er und dann passts. Denkste. Er war da tatsächlich gekränkt und das Date fand dann sehr schnell sein Ende. Grundsätzlich schade – mit zeitlichem Abstand wohl nicht das schlechteste, wenn schon so eine Winzigkeit dafür sorgt, dass man offenbar nicht auf Augenhöhe ist.

Aber bis heute halten sich eben solche Klischees wie man sich zu geben hat, damit es sich „schickt“. Stichwort Alte Schule: Er zahlt, macht den ersten Schritt und wählt den Treffpunkt. Sie hingegen lässt das Gespräch nicht abreißen, lässt sich einladen und ist auch sonst immer etwas devoter und zurückhaltender.
Er sucht das Restaurant aus, kostet den Wein vor und bestellt für sie das Essen mit. Weil Männer eben Macher sind, sie entscheiden Dinge, sie können das. Und sie? Lässt machen, sitzt ihm schüchtern strahlend gegenüber und ist passiv. So wurde es Generationen vorher eingetrichtert.
Das ist weiblich und wirkt geheimnisvoll, das ist gut. Geheimnisvoll ist gut. Aktiv, berechenbar und am Ende noch entscheidungsfreudig? So weit kommt das noch, wir sind hier ja schließlich nicht im Job.
Ich möchte hier mal einen kurzen Cut machen: Wer mit diesem Geschlechterdenken und auch diesen Klischees, die damit einhergehen, einverstanden ist, auch gut. Der kann aufhören zu lesen und wir lesen uns einfach im nächsten Blogbeitrag wieder. 😉
Dem Rest sei gesagt: Wenn ihr euch schon oft selbst gefragt habt, was man denn von dieser Alten Schule noch zu halten hat, und wie verbindlich das heute noch ist, wie zeitgemäß es ist... Dann haben wir hier ein paar Vorschläge dazu, die aber schlussendlich alle dasselbe Ergebnis haben:
Pfeift einfach drauf, was von euch bei einem Date erwartet wird. Es geht auch anders.
Bewegt euch auch mal aus der Komfortzone – sagt auch mal, was ihr wollt und nicht wollt.
Ihr habt keinen Bock auf Kino, weil „sich beim 1. Date 2h nebeneinander anschweigen und dabei doch nicht auf den Film konzentrieren können“ doof ist? Dann raus damit. Am besten gleich mit einem alternativen Vorschlag dazu, was denn besser wäre.
Einfach mal ankündigen, wenn du als Frau die Rechnung teilen oder übernehmen möchtest – und das als unabhängige Frau auch kannst. Er darf sich beim nächsten Mal gern revanchieren 😉
Du willst nach dem Essen noch weiterziehen, spazieren, Cocktails trinken, tanzen? Sag es. Man munkelt, die meisten Männer mögen Frauen mit einem eigenen Kopf ganz gern – die nicht immer nur die Schultern zucken wenn es ums Entscheiden geht.
Unterm Strich wollen sich bei einem Date doch 2 Menschen kennenlernen – wie soll das gehen, wenn beide sich verstellen und Dinge tun, die sie vielleicht nicht wollen aber denken, es würde erwartet? Im schlimmsten Fall lernen sich 2 kennen, die kompatibel wären, es aber nicht merken, weil sie sich verstellen. Oder eben 2, die nicht matchen, es aber denken, weil sich jeder so lange verdreht, bis er denkt, dem anderen gut zu passen und zu gefallen.
Wer wagt, gewinnt. Das gilt auch hier.
Unser Tipp also: Einfach tun, was man sich auch vom Gegenüber wünscht – und schauen, was passiert. 😊
Erzählt uns doch eure Meinung zu Klischees und eure verrücktesten Dategeschichten zum Thema! Wir sind total neugierig drauf und andere Leser sicherlich auch.
Euer City Team
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